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EDI und EDIFACT (ORDERS, DESADV)
Glossar

EDI und EDIFACT (ORDERS, DESADV)

EDI (Electronic Data Interchange) ist der automatisierte Austausch strukturierter Geschäftsbelege zwischen den IT-Systemen zweier Unternehmen. EDIFACT ist der UN-standardisierte Nachrichtenstandard dafür. Zwei Nachrichtentypen tragen den Warenfluss: ORDERS überträgt die Bestellung direkt ins ERP des Lieferanten, DESADV avisiert die Lieferung an den Besteller — maschinenlesbar, ohne manuelle Erfassung.

Relevanz

Wer an Konzerne liefert, liefert auch Daten.

Große Industrie- und Handelskonzerne setzen EDI bei ihren Lieferanten voraus. Ohne Anbindung bleibt der Belegfluss bei E-Mail und PDF: Bestellungen werden abgetippt, Lieferavise vergessen, Differenzen erst am Wareneingang entdeckt. Mit EDI entfällt der Medienbruch — und mit ihm ein ganzer Klärfall-Typ.

01ORDERSDie Bestellung des Abnehmers, als strukturierte Nachricht direkt ins Auftragssystem des Lieferanten übertragen.
02DESADVDas Lieferavis (Despatch Advice): kündigt Sendung, Inhalt und Termin an, bevor die Ware am Tor steht.
Passende Themen

Verwandte Begriffe und Leistungen.

EDI ist ein Baustein im Belegfluss zwischen Bestellung und Zustellung. Diese Begriffe schließen direkt an.

01Order-to-Cash →Der Prozess von Bestelleingang bis Gutschrift — EDI automatisiert seinen ersten Schritt.
02Lieferavis / Avisierung →Die Ankündigung einer Sendung vor Zustellung; DESADV ist ihre maschinenlesbare Form.
03B2B-BestellportalDie Shop-Alternative für Besteller ohne eigene EDI-Infrastruktur.
04Dropshipping-Lieferantenanbindung →Systemgestützte Bestellauslösung beim Lieferanten — verwandtes Integrationsmuster.
05Dropshipping →
06EDI- & Systemintegration →
FAQ

Häufige Fragen zur EDI-Anbindung.

Welche Nachrichtentypen deckt eine solche Anbindung ab?

Den Warenfluss tragen zwei EDIFACT-Nachrichtentypen: ORDERS überträgt die Bestellung des Abnehmers direkt ins ERP des Lieferanten, DESADV avisiert die Lieferung an den Besteller — maschinenlesbar, ohne manuelle Erfassung. Beide laufen im genannten Projekt systemgestützt.

Was ändert sich operativ, wenn der Belegfluss auf EDI umgestellt ist?

Der Medienbruch aus E-Mail und PDF entfällt: Bestellungen werden nicht mehr abgetippt, Lieferavise nicht mehr vergessen, Differenzen fallen nicht erst am Wareneingang auf. Mit dem Medienbruch verschwindet ein ganzer Klärfall-Typ.

Wie kommen wir von der Anforderung zur laufenden Anbindung?

Für größere Fulfillment-Übernahmen nutzen wir den siebenphasigen Ablauf: von der Aufnahme der Anforderungen und Stammdaten über Systemanbindung, Tests und Warenübernahme bis zum Go-Live und der Übergabe in den Regelbetrieb. Rund 14 Wochen sind dafür ein Planungsrichtwert; Datenqualität, Schnittstellen und Warenumzug bestimmen den konkreten Termin. Für kleinere oder rein digitale Aufträge vereinbaren wir einen passenden Einführungsplan.