Viele Marketingabteilungen betreiben ihre Werbemittel-Logistik selbst: ein Lagerraum, ein Regalsystem, eine Kollegin, die den Versand mitmacht. Im Regelbetrieb geht das gut. Die Rechnung kommt mit der Kampagne — wenn aus einer Handvoll Paketen pro Woche eine Aktionswelle wird. Diese Seite vergleicht beide Modelle entlang der Kriterien, die im Betrieb zählen, nicht im Angebot. Und sie benennt den Fall, in dem Inhouse die richtige Antwort bleibt. Die Kostenlogik dazu steht unter Preise.

Die Matrix nennt Prüffragen, keine pauschalen Eigenschaften aller Anbieter. Umfang, Schnittstellen, Preis und Freigaben müssen im konkreten Angebot stehen.
| Kriterium | Eigenbetrieb | Auslagerung |
|---|---|---|
| Fläche und Kosten | Vorhandene geeignete Fläche kann wirtschaftlich sein | Lagerentgelte, Mindestkosten und interne Restkosten einrechnen |
| Personal | Nähe und Erfahrung nutzen; Vertretung und Peak prüfen | Mengen und Termine bestätigen; Mehrmengenregel vereinbaren |
| Systeme | Bestehendes WMS kann genügen | Migration, Anbindung, Export und Betreuung kalkulieren |
| Qualität und Tempo | Ist-Zeiten und Fehler für den gleichen Auftrag messen | Service-Level für Artikelprofil und Cut-off vereinbaren |
| Übergang | Kein Umzug nötig, bestehende Risiken bleiben | Bestandsabgleich, Cutover und Ausweichplan einpreisen |
Nicht jeder Engpass verlangt die Auslagerung des ganzen Lagers. Wenn Ihr Regelbetrieb funktioniert, kann eine einzelne Kampagne der erste Prüfauftrag sein. Vaillant und die Bitburger Sommeraktion stehen im Portfolio für unterschiedliche Schwerpunkte: laufende Abrufe beziehungsweise Gewinnversand in Wellen. Für einen geteilten Betrieb brauchen Sie getrennte Bestandsmengen, klare Auftragswege und eine gemeinsame Klärfallregel. Dem geringeren Umstellungsumfang steht mehr Koordination zwischen den beiden Strecken gegenüber.
Für die Bitburger Sommeraktion übernahm PROWERB das komplette Logistikmanagement — vom Wareneingang bis zum Gewinnversand — und dazu den Endkundenkontakt: telefonische Hotline und der gesamte E-Mail-Support, mit laufender Auswertung aller Anfragen. Die Aufträge kamen direkt aus der Gewinnspiel-App ins System. Für die Marke blieb die Aktion, was sie sein sollte: eine Kampagne. Kein Betriebsprojekt.
Es gibt keine feste Schwelle. Drei Indikatoren sprechen dafür: Aktionsspitzen sprengen regelmäßig die eigene Kapazität, Bestände existieren nur noch als Schätzung, und Klärfälle binden Leute, die für Kampagnen bezahlt werden. Die Kostenbausteine für eine eigene Rechnung stehen unter Preise.
Bei größeren Fulfillment-Übernahmen führen sieben Phasen von Stammdaten und Vertrag über Systeme und Bestandsübernahme zum Go-Live. Rund 14 Wochen sind ein möglicher Planungsrahmen, abhängig von Sortiment, Datenqualität, Schnittstellen, Warenverfügbarkeit und Freigaben. Einzelaktionen und Digitalprojekte erhalten einen eigenen Projektplan.
Die Bestandsführung bucht in Echtzeit und lückenlos. Dazu kommen Live-Reports zu Bestandsentwicklung, Budgetkontrolle und Track & Trace — rund um die Uhr abrufbar und in die eigenen Systeme einbindbar. Feste Ansprechpartner auf drei Ebenen halten die Verantwortung greifbar: Key-Account, Aktionssteuerung, operatives Fulfillment.
Nein. Die MEP-Plattform bindet bestehende eShops, ERP- und WMS-Systeme an; im einfachsten Fall laufen Aufträge per Schnittstelle oder Dateiaustausch. Der Anbindungsweg wird im Onboarding festgelegt, nicht vom Dienstleister diktiert.
Bei überschaubarem Sortiment, geeigneter Fläche, planbarem Versand und kurzen Wegen kann Inhouse günstiger oder schneller sein. Ob das zutrifft, zeigt der Vergleich derselben Leistungen einschließlich Personal, Systeme, Fehlerkosten und Spitzen.
Nein, der Zuschnitt folgt dem Bedarf. Bitburger lagert fast ausschließlich das Promotion-Geschäft aus, Vaillant fast ausschließlich den Regelbetrieb, Coca-Cola beides — von POS-Logistik über Promotions bis zum VIP-Ticketing. Der Umfang wird im Onboarding definiert und kann wachsen.
Der ROI-Kostenrechner macht Ihre Annahmen zu Fläche, Personal, Systemen und externen Kosten sichtbar. Anschließend klären wir im Briefing Sortiment, Kanäle und Aktionskalender; die Kostenstruktur finden Sie unter Preise.